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Indikation
und Wirksamkeit.
Psychoanalyse und psychoanalytische Verfahren in der medizinischen
Versorgung
Informationsschrift
Ausgabe
für die Schweiz
Herausgegeben
vom
Vorstand der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung
(Zweig der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung,
IPV) e.V. und dem Vorstand der Schweizerischen Gesellschaft
für Psychoanalyse (SGPsa), IPV
Verfasst
von Mitgliedern der Forschungskommission der DPV:
Dr. med. Dipl.-Psych. Manfred F. Beutel,
Prof. Dr. phil. Marianne Leuzinger-Bohleber,
unter Mitarbeit von Dipl.-Psych. Marcus Rasting
Redaktion:
Dr. phil. Dipl.-Psych. Franziska Henningsen,
Dr. med. Rosemarie Kennel, Dipl.-Psych. Christa Leiendecker,
Dipl.-Psych. Jürgen Doebert
Überarbeitung
für die Schweiz: Dr. med. Henrique Schenkel
und Ursula Walter, lic. phil.
Gestaltung:
Meta Design AG, Berlin
©
DPV-Informationsschrift Deutsche Psychoanalytische
Vereinigung (Zweig der Internationalen Psychoanalytischen
Vereinigung) e.V., Berlin 2001
Rechte
für die überarbeitete Ausgabe für die Schweiz:
Schweizerische Gesellschaft für Psychoanalyse (SGPsa),
2004
www.psychoanalyse.ch
Auslieferung
für die Schweiz:
Zentralsekretariat SGPsa: Harry P. Ammann, Tel. 031 95115
54,
Thunstrasse 20, 3074 Muri-Bern,
SGPsa-SSPsa@ammannpartner.ch
Was
ist Psychoanalyse?
Psychoanalyse
beinhaltet in ihrer klinischen Anwendung die Diagnose und
Behandlung von Krankheiten und Störungen, denen unbewusste
seelische Konflikte, psychische Entwicklungsdefizite, traumatische
Erfahrungen und frühe pathogene Beziehungsmuster zugrunde
liegen. Ängste, Depressionen und Zwänge in ihren
verschiedenen Ausprägungsformen, Störungen der Beziehungs-,
Liebes- und Arbeitsfähigkeit, Störungen im Selbsterleben
und im Realitätsbezug sowie körperliche Beschwerden,
die seelisch bedingt oder mit bedingt sind, gehören zu
den Indikationen analytischer Therapie.
Die Psychoanalyse bedient sich in Diagnostik und Therapie
ihres spezifisch methodischen Verfahrens, in dessen Mittelpunkt
die Therapeut-Patient-Beziehung steht. In der analytischen
Situation kann diese Beziehung, die von früheren Erfahrungsmustern
mitgeprägt ist, in ihren bewussten und unbewussten, emotionalen
und kognitiven Anteilen untersucht und in einem Prozess, der
Entwicklung, Erkenntnis und damit Heilung fördert, bearbeitet
werden. Wesentlich sind dabei auch die Rahmenbedingungen,
das so genannte Setting, vor allem die regelmässigen,
verbindlichen Termine in u. U. hoher wöchentlicher Frequenz
sowie die Abstinenz und Neutralität des Therapeuten.
Sie geben dem Patienten Raum für seine freien Einfälle,
seine Phantasien und für seine spezifische Beziehungsgestaltung
zum Therapeuten. Diese freien Assoziationen und die Übertragung
enthalten bewusste, vorwiegend aber auch verborgene, erst
in analytischer Arbeit zu erhellende Anteile aus frühen
Erlebnisschichten. lm kommunikativen Zusammenwirken beider
Beziehungspartner wird die emotionale szenische Wiederbelebung
dynamisch unbewusster Persönlichkeitsanteile des Patienten
und deren Verstehen durch den Analytiker ermöglicht.
Deutungsaktivität und therapeutische Beziehung werden
auf diese Weise zur Basis zunehmender Verstehens- und Verständigungsprozesse
zwischen Patient und Analytiker. Dadurch werden dynamische
Prozesse in Gang gesetzt, die Einsichten, inneren Erfahrungszuwachs
und Entwicklung bewirken und Selbsterkenntnis fördern.
Sie führen zur Reintegration von Persönlichkeitsanteilen,
die durch die Krankheit fixiert oder abgespalten worden waren,
zur Wiedergewinnung historischer Kontinuität und persönlicher
Identität und damit zur Heilung oder Besserung von seelischem
Leid. Da seelische Erkrankung immer auch die Person als Ganzes
erfasst, ist das Ziel analytischer Behandlung nicht nur die
Symptomheilung, sondern auch die strukturelle Persönlichkeitsveränderung
i.S. größerer innerer Erlebnis- und Denkfähigkeit
wie auch einer besseren Anerkennung der Wirklichkeit. Erst
dies führt zu einer nachhaltigen seelischen Gesundung.
Die häufig äußerst komplexen Bedingungen pathologischer
psychischer Organisation erfordern mitunter lange therapeutische
Prozesse.
lm Unterschied zu anderen therapeutischen Verfahren, wie z.
B. einer medikamentösen Behandlung, sind die Wirkfaktoren
in der analytischen Therapie von der Subjektivität der
beteiligten Personen nicht zu trennen. Dynamische, prozessorientierte
und subjektive Faktoren spielen also eine zentrale Rolle,
so dass die bspw. in der pharmakologischen Forschung gebräuchlichen
Verfahren zur Wirksamkeitsprüfung (Wiederholbarkeit der
Untersuchungen, Doppelblindstudien, Placebobedingungen, randomisierte
Behandlungszuweisungen) nur eingeschränkt zur Anwendung
kommen können. Neben inzwischen ausdifferenzierten, gut
abgesicherten, theoretisch systematisierten Beobachtungs-
und Erfahrungsdaten der empirischen Wissenschaft spielen daher
intersubjektiv-narrative Ansätze in der Forschung zur
Psychoanalyse eine wesentliche Rolle.
Anwendungen der Psychoanalyse und
von ihr abgeleitete Psychotherapeutische Verfahren
Die
Psychoanalyse hat in ihrer über 100-jährigen Geschichte
ein grosses Wissen über psychische Störungen und
deren Behandlung zusammengetragen. Durch die ständige
Weiterentwicklung von Theorie und Anwendung der Psychoanalyse
entstand ein breites Spektrum psychotherapeutischer Verfahren,
die von Kurzinterventionen bis hin zu intensiven Langzeitverfahren
reichen.
In
der Praxis wird in der Regel unterschieden zwischen:
- Niederfrequenter psychoanalytischer Psychotherapie (1 bis
2 Stunden/Woche, im Sitzen) und
- hochfrequenter Psychoanalyse (in der Regel 3 bis 4 Stunden/Woche,
im Liegen).
Weitere psychodynamische Therapieverfahren sind:
- Kurzzeittherapie oder Fokaltherapie (teilweise mit im Voraus
festgelegter Anzahl Sitzungen, z. B. 12 Sitzungen in wöchentlichem
Abstand),
- Psychoanalytische Paar- und Familientherapie,
- Analytische Gruppentherapie.
In
der Hand des erfahrenen und gründlich ausgebildeten Psychotherapeuten
werden diese Verfahren differenziert den Erfordernissen der
Patienten hinsichtlich Störungsbild, Persönlichkeits-Eigenarten,
sozialen Lebensumständen, Ressourcen und Erfolgsaussichten
angepasst. Die wissenschaftlichen Befunde zu Indikation und
Wirksamkeit der Psychoanalyse und der verschiedenen psychodynamischen
Verfahren bestätigen diese Praxis. (Im Anhang Seite 16
finden sich Angaben für die Schweiz zur Frage der Kostenübernahme
durch die Krankenkassen).
Kurzzeittherapien
(KZT): Indikation und Wirksamkeit
Indikation:
Kurzzeittherapien haben sich vor allem
bei umschriebenen Problemen und akuten Belastungsreaktionen
(z. B. krisenhafte Übergänge in der Entwicklung,
traumatische Ereignisse und akute Lebenskrisen z. B. nach
Verlust eines Angehörigen) bewährt (Beutel, 2000).
Wirksamkeit: Auch Kurzzeittherapie
fördert ein vertieftes Verständnis für die
unbewussten Determinanten der aktuellen Erkrankung, hilft
deren Symptome zu beseitigen und trägt zur Gesundung
und Rehabilitation bei. Es fanden sich bezüglich der
Symptombesserung insgesamt keine Unterschiede zu kognitiv-verhaltenstherapeutischen
Verfahren mit vergleichbarer Dauer. Im Vergleich zu medikamentöser
Behandlung vermag Psychotherapie langfristig die Lebensbewältigung
von Patienten (Fähigkeit, zwischenmenschliche Beziehungen
einzugehen und zu erhalten, Verständnis der Ursache der
Depression) besser zu beeinflussen als eine medikamentöse
Behandlung (Blatt et al., 2000).
Jegliche Kurzzeit-Therapieverfahren stoßen jedoch an
ihre Grenzen bei schweren und chronischen Krankheitsbildern.
So ergab die sorgfältig durchgeführte NIMH-Studie,
dass durch 16 Wochen ambulante Psychotherapie (kognitive Verhaltenstherapie
oder interpersonale Therapie) nur bei 24% der schwer depressiven
Patienten nach 18 Monaten stabile Besserung erzielt wurde
(Blatt et al. 2000, Elkin, 1994). Insgesamt nimmt die Wirkung
von Psychotherapie im Laufe der Zeit wieder ab. Dieser Effekt
trifft vorwiegend für kürzere Therapien zu. Wie
zu zeigen sein wird, können dagegen Patienten den Effekt
längerer Therapien durch die erzielte Persönlichkeitsveränderung
über das Therapieende hinaus sogar noch steigern.
Langzeittherapien (LZT): Indikation
und Wirksamkeit
Indikation:
Längere Behandlungen sind vor allem dann erforderlich,
wenn eine Kurzzeittherapie aufgrund der Schwere oder der Besonderheiten
der Störung des Patienten wenig Aussicht auf dauerhaften
Erfolg hat.
-
Chronische und tief greifende Probleme, wie sie bei Persönlichkeitsstörungen
und schweren Depressionen zu finden sind und die erhebliche
Beziehungsstörungen nach sich ziehen, erfordern eine
länger dauernde Behandlung. Bestimmte Patienten sind
nicht fähig, eine emotional bedeutsame Beziehung zum
Therapeuten in einem eng gesteckten Zeitraum aufzunehmen.
-
Manche Patienten können die emotionalen Erfordernisse
eines intensivierten kurzzeittherapeutischen Prozesses nur
schwer tolerieren und die Beziehung bei Beendigung nicht
lösen (z. B. Persönlichkeitsstörung mit mangelnder
Impulskontrolle). Eine vorzeitige Beendigung kann eine traumatische
Wiederbelebung früher Verluste bedeuten.
-
Aus neuen Studien zum Bindungsverhalten und der modernen
Gedächtnisforschung wissen wir, dass wesentliche Beziehungs-
und Verhaltensmuster unbewusst gespeichert werden (so genanntes
implizites Gedächtnis) und nur schwer der direkten
Aufarbeitung zugänglich sind. Hier sind längere
Zeiträume erforderlich mit engmaschigen Kontakten zum
Psychotherapeuten, um nicht nur die Aufarbeitung, sondern
auch neue Erfahrungen in der Behandlung zu ermöglichen.
-
Schwer gestörte Patienten können ohne Hospitalisierung
und unter Verzicht oder Reduktion von Medikamenten auch
in krisenhaften Zeiten stabilisiert werden.
Wirksamkeit:
Die therapeutische Anwendung der Psychoanalyse ist von Anfang
an von Forschungsbemühungen begleitet worden. Erste Nachuntersuchungen
wurden von Coriat 1917 durchgeführt. 1930 legte Fenichel
den Ergebnisbericht des Berliner Psychoanalytischen Instituts
vor. Diesen ersten Studien folgte eine Reihe von methodisch
fundierteren Studien, unter anderem von den psychoanalytischen
Instituten Boston, Columbia und New York sowie von der Menninger
Stiftung durchgeführt (zusfd. Wallerstein, 2001).
Langzeittherapien
(LZT): aktueller Stand der Forschung
Ergebnisse
im europäischen Vergleich
Zu den abgeschlossenen europäischen Prozess-Wirksamkeitsstudien
zählen unter anderem:
- das Heidelberger Katamneseprojekt (von Rad, Senf & Bräutigam,
1998),
- die Berliner Psychotherapiestudie (Rudolf, Manz & Öri,
1994), - die Stockholmer Studie (Sandell, Blomberg & Lazar,
1997).
- Katamnesenstudie der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung
(LeuzingerBohleber, M., Stuhr, U., u.a. 2001).
Prospektive
Studien zur Wirksamkeit von Psychoanalyse und Psychotherapie
werden zurzeit durchgeführt in.
- Heidelberg (Rudolf et al., 2001) und
- München (Huber et al., 2001, vgl. Stuhr, Leuzinger-Bohleber
& Beutel, 2001).
- Basel (Küchenhoff et al., Studie seit 2003 im Gang
noch keine Publikation).
Übereinstimmend
ergaben diese Studien, dass die Mehrzahl der Patienten (60
bis 90 %) beträchtlich von Psychoanalysen profitierten.
Mit längerer Therapiedauer kam es in den meisten Studien
auch zu besseren Behandlungsresultaten (Crits-Christoph &
Barber, 2000).
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Abb.1:
Symptombelastung vor, während und nach Psychoanalyse
bzw. Psychotherapie (M = Mittelwert, SD = Standardabweichung)
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Die
Stockholmer Studie
In einer neueren, schwedischen Vergleichsstudie konnten Sandell
und Mitarbeiter (1997) zeigen, dass nicht nur zum Abschluss
einer Psychoanalyse oder tiefenpsychologischen Psychotherapie
deutliche Veränderungen (weniger Beschwerden, bessere
Lebensbewältigung) festzustellen waren, sondern dass
sich diese Effekte auch noch im weiteren Zeitverlauf fortsetzten.
Wie die Abbildung verdeutlicht, nimmt die Symptombelastung
(erfasst mit dem Standardverfahren SCL-90R) mit zunehmender
Behandlungsdauer ab, und es stellen sich auch nach Behandlungsende
weitere Symptombesserungen ein. Sandell und Mitarbeiter konnten
anhand zusätzlicher Auswertungen zeigen, dass sich dieser
Effekt vorwiegend bei den intensiveren Psychoanalysen mit
hoher Stundenfrequenz finden lässt.
In dieser Studie war zunächst vorgesehen, Patienten mit
einer unbehandelten Wartekontrollgruppe zu vergleichen. Es
zeigte sich aber, dass Patienten, die nicht sofort in eine
längerfristige Behandlung vermittelt worden waren, sich
auf eigene Faust andere Behandlungen gesucht hatten. Diese
Patienten schnitten längerfristig am schlechtesten von
allen ab. Ähnliche Befunde zur nachhaltigen Wirkung der
Psychoanalyse zeigten die Ergebnisse des Heidelberger Katamneseprojektes.
Gerade bei Patienten mit chronischen funktionellen Störungen
waren noch 3 Jahre nach Behandlungsbeginn Verbesserungen in
einer fortlaufenden Therapie nachzuweisen.
Weitere
internationale Studien
Eine Reihe weiterer Studien belegt die Wirksamkeit von Langzeittherapien.
Anlässlich eines internationalen Kongresses zur Wirksamkeit
psychoanalytischer Langzeitbehandlungen (Stuhr et al., 2001)
wurden speziell die Ergebnisse dieser Studien referiert (vgl.
Christoph & Barber, 2000). Gute Langzeitbehandlungsergebnisse
bei Patienten mit Borderline-Persönlichkeitsstörungen
zeigten beispielsweise Stevenson & Meares (1992). Exemplarisch
für die Behandlungszufriedenheit von Patienten sei hier
der Consumer Report einer unabhängigen US-amerikanischen
Organisation erwähnt, der unter einer Beteiligung von
ca. 3000 Probanden ergab, dass vor allem die Patienten von
Psychotherapie vermehrt profitierten, die länger in Behandlung
waren (Seligman, 1995). Zepf et al. 2001) haben diese Befragung
an deutsche Verhältnisse angepasst und bei 1800 Patienten
durchgeführt. Die Ergebnisse weisen in dieselbe Richtung-
Bei allgemeiner Zufriedenheit über die Effekte der drei
Richtlinientherapien wurde die Psychoanalyse von den Probanden
deutlich besser bewertet (Stiftung Warentest 2002).
Die
Katamnesestudie der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung
(DPV)
Die Deutsche Psychoanalytische Vereinigung (DPV) hat sich
in Zeiten verstärkter Konkurrenz auf dem psychotherapeutischen
Markt und knapper Mittel im Gesundheitswesen den Anforderungen
einer evidenzbasierten Medizin gestellt, d. h. für die
Psychoanalyse und die von ihr abgeleiteten Verfahren, den
Behandlungserfolg nicht nur durch Einzelfall-Darstellungen,
sondern auch mit statistischen Mitteln an repräsentativen
Stichproben nachzuweisen. Die Studie ist deshalb von besonderem
klinischem Interesse, da sie Langzeitkatamnesen zu den langfristigen
Wirkungen von Psychotherapie durchgeführt hat, eine bisher
aufgrund der methodischen Schwierigkeiten in der Psychotherapieforschung
seltene Vorgehensweise.
Diese von Leuzinger-Bohleber, Stuhr, Rüger und Beutel
(2001) vorgelegte Katamnesestudie ist eine methodenkritische
Studie, die psychoanalytische, qualitative Beobachtungen mit
quantitativen Verfahren kombiniert. Die Untersuchung belegt
mit einer repräsentativen Stichprobe eindrucksvoll die
Veränderungen, die durch eine psychoanalytische Behandlung
zu erreichen sind:
Unbewusste
Prozesse werden genauso erfasst wie objektive Daten (z. B.
der Krankenkassen), Fragebogenergebnisse und bewusste Einschätzungen.
- Die Anforderungen an eine kontrollierte wissenschaftliche
Forschung sind erfüllt.
- Die Untersuchung wird unter naturalistischen Bedingungen
durchgeführt und vermeidet somit die Nachteile monosymptomatischer
Kontrollgruppendesigns.
- Die Langzeitwirkungen von Psychotherapien werden erfasst.
- Die frühere Behandlung des Patienten wird nicht nachträglich
gestört.
- Sowohl der Patient wie der Psychotherapeut bringen ihre
Sicht des Psychotherapieprozesses in die Studie ein.
- Der Datenschutz für die beteiligten Patienten wurde
gewahrt.
- Ethische Fragen der Beforschung seelischer und intimer Prozesse
werden ausgiebig diskutiert.
- Eine Fülle von methodischen Fragen der Psychotherapie-Forschung
wurden bearbeitet und zu konstruktiven Lösungen geführt.
Es
wurde folgendes Vorgehen gewählt: Eingeschlossen wurde
eine repräsentative Stichprobe (n=401) aller Langzeitbehandlungen
erfahrener Psychoanalytiker der DPV (mindestens 5 Jahre nach
Beendigung der psychoanalytischen Ausbildung). Behandlungen,
die zwischen 1990 und 1993 abgeschlossen wurden und von längerer
Dauer (d. h. über 1 Jahr) waren, wurden mindestens 6
Jahre nach Abschluss der Behandlung nachuntersucht. Neben
dem Patienten wurde auch der ehemalige Behandler befragt,
und es wurden unabhängige Experteneinschätzungen
einer Katamnesegruppe und Krankenkassendaten erhoben.
Ausgewählte
Ergebnisse:
- Über 70 % der Patienten sind mit der Behandlung zufrieden
und stellen eine Besserung ihres Befindens fest, die auch
6 Jahre nach Beendigung der Behandlung noch stabil ist.
- Über 70 % berichten eine Besserung bei der Bewältigung
von Lebensereignissen, eine Besserung des Selbstwertgefühls,
der Stimmung, der Lebenszufriedenheit und Leistungsfähigkeit.
- Während und nach der Behandlung fand eine deutliche
Reduktion von ambulanten Arztkontakten, Krankschreibungen,
Krankenhaustagen und Medikamentenverbrauch statt, die auch
6 Jahre nach der Behandlung noch stabil war.
- Bei den Untersuchten handelt es sich um überdurchschnittlich
schwer gestörte und traumatisierte Patienten (narzisstische
und Borderline-Persönlichkeitsstörungen, Psychosen,
schwere multiple Störungen, Depressionen, Zwangspatienten
und Charakterstörungen).
- Abb. 2 zeigt Veränderungen der ehemaligen Psychoanalyse-Patienten
auf den drei Dimensionen: Fähigkeit zur Selbstreflexion,
Kreativität und Arbeitsfähigkeit und Beziehungsfähigkeit.
Die Einschätzungen wurden durch unabhängige Beurteiler
aufgrund des umfangreichen Interviewmaterials getroffen und
zeigen günstige Effekte.
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Abb.
2: Ehemalige Psychoanalyse-Patienten, eingeschätzt
nach Beziehungsfähigkeit, Fähigkeit zur Selbstreflexion
sowie Kreativität und Arbeitsfähigkeit.
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Auch
im standardisierten Fragebogen zur gegenwärtigen Symptombelastung
(SCL-90R) der katamnestisch untersuchten Patienten lässt
sich im Vergleich mit anderen Stichproben die Nachhaltigkeit
der Langzeittherapie nachweisen. Wie die Abbildung verdeutlicht,
sind die Teilnehmer der Katamnesestudie sogar mehr als 6 Jahre
nach Abschluss der Behandlung im Durchschnitt deutlich weniger
belastet als vergleichbare Patientenstichproben (Psychosomatische
Ambulanz, Privatpraxis, stationäre psychosomatische Patienten).
Bezüglich ihrer Symptombelastung und Lebenszufriedenheit
haben sie den Bereich der Allgemeinbevölkerung erreicht.
Diese Ergebnisse sprechen nicht nur für eine deutliche
Symptombesserung, sondern auch für eine hohe Stabilität
der erzielten Behandlungseffekte.
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Abb.
3: Gegenwärtige Symptombelatung (GSI): Teilnehmer
der Katamnesestudie (DPV) im Vergleich mit anderen (dargestellt
sind Mittelwerte und Standardabweichungen)
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Kostengesichtspunkte
Psychische
und psychosomatische Störungen zählen zu den häufigsten
Ursachen für Krankschreibung und Frühberentung (VDR,
1999; BSV 1998). Zur Einführung der Psychotherapie in
der kassenärztlichen Versorgung der Bundesrepublik Deutschland
trug eine Studie an AOK-Versicherten von Dürssen und
Jorswiek (1965) bei. Sie ermittelten aus den Krankenkassendaten
die Zahl der Krankenhausaufenthalte im Jahrfünft vor
und nach einer tiefenpsychologisch-psychotherapeutischen Behandlung
mit 50 Stunden bei 125 Patienten und verglichen dies mit einer
unbehandelten Wartekontrollgruppe von Neurotikern und durchschnittlichen
AOK-Versicherten (jeweils 100 Probanden). Vor Behandlungsbeginn
betrugen die jährlichen Krankenhausaufenthalte der untersuchten
Patienten im Mittel 26 Tage, ebenso in der unbehandelten Kontrollgruppe,
verglichen mit 10 Tagen bei den durchschnittlichen AOK-Versicherten.
Nach der Behandlung sanken die durchschnittlichen Krankenhausaufenthalte
auf 6 Tage und waren damit signifikant geringer als bei den
AOK-Versicherten im gleichen Jahr (12 Tage); bei den neurotischen
Patienten auf der Warteliste blieben sie unverändert
hoch. Diese Ergebnisse waren bezüglich der Kosteneinsparungen
durch die Psychotherapie so überzeugend für die
Krankenkasse, dass die analytischen Psychotherapieverfahren
in die Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen
wurden. Ähnliche Ergebnisse wurden neuerdings für
die analytische Psychotherapie von Keller et al. (2001) gefunden.
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Abb.
4: Arbeitsunfähigkeit und Krankenhausaufenthalte
vor, während und nach Psychotherapie (Angaben der
Krankenkasse)
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In Kooperation mit den Krankenkassen werden in Deutschland
gegenwärtig gesundheitsökonomische Aspekte von Langzeittherapien
erhoben. Die vorläufigen Ergebnisse der Katamnesestudie
psychoanalytischer Langzeitbehandlungen bestätigen die
Kosteneinsparungen durch Langzeitpsychotherapie bzgl. der
Krankschreibungen und der Krankenhaustage; sie belegen, dass
diese auch nach einem Zeitraum von über 6 Jahren nach
Behandlungsabschluss nachzuweisen sind.
Fazit
Die
Psychoanalyse in ihren verschiedenen klinischen Anwendungen
spielt in der ambulanten und stationären Krankenversorgung
eine zentrale Rolle. Für die unterschiedlichen Störungen
stehen differenzierte Behandlungskonzepte zur Verfügung,
von der Kurzzeittherapie und Krisenintervention bis hin zur
intensiven Langzeittherapie sowie der Behandlung von Paaren,
Familien und Patientengruppen. Die Wirksamkeit dieser Behandlungsverfahren
und ihre therapeutische Indikation konnte in einer Reihe von
Untersuchungen belegt werden. Umfangreiche Wirksamkeitsstudien,
die in diesem Rahmen nicht vorgestellt wurden, liegen zur
teilstationären (Bateman & Fonagy, 1999) und stationären
psychoanalytisch orientierten Behandlung (Strauß &
Meyer, 1994) vor.
Messbare Effekte reichen von der Minderung von Symptomen bis
zur Wiedererlangung von Arbeits-, Genuss- und Beziehungsfähigkeit.
Dies geht einher mit größerer Lebenszufriedenheit
sowie psychischer und somatischer Gesundheit gemäß
der Gesundheitsdefinition der WHO, die psychisches, körperliches
und soziales Wohlbefinden umfasst.
Da die Wirksamkeit von Psychotherapie sowohl hinsichtlich
der Minderung psychischer Symptome als auch der Reduzierung
von Gesundheitskosten gesichert ist, rücken die Fragen
nach gezielter Indikation für spezifische Verfahren und
zum Prozess der Veränderung in den Vordergrund. Die international
hohe Forschungsaktivität im Bereich der psychoanalytischen
Psychotherapieforschung wird durch den im Internet veröffentlichten
Open Door Review von Fonagy et al. (2001) belegt, die über
40 aktuell laufende oder abgeschlossene Studien zitieren.
(So ist etwa ein Drittel aller neueren Studien dem Therapieprozess
oder der Verknüpfung von Prozess und Ergebnis psychoanalytischer
Psychotherapien gewidmet.)
Zur Untersuchung der Langzeiteffekte von Psychotherapie sind
langfristige Katamnesen erforderlich. Die erwähnte repräsentative
Katamnesestudie zu psychoanalytischen Langzeitbehandlungen
zielt mit ihrem multimodalen Design auf die Erfassung vielfältiger
Langzeitwirkungen ab und berücksichtigt die Erfahrungen
und Daten der ehemaligen Patienten, ihrer Analytiker, psychoanalytischer
und nichtpsychoanalytischer Experten, Krankenkassendaten und
Fragebogen, die in der Psychotherapieforschung verwendet werden.
Zur Absicherung der Ergebnisse und Bestätigung der gewonnenen
Hypothesen sind weitere Studien mit prospektivem Design wünschenswert.
Wegen des hohen Kostenaufwands bedürfen sie finanzieller
Förderung.
Die Untersuchungsmethoden zur Erforschung komplexer therapeutischer
Interaktionsprozesse entwickeln sich weiter. Impulse gehen
u. a. aus von der Entwicklung spezifischer Behandlungskonzepte
(z. B. für Borderline-Störungen), vom Dialog zwischen
Gedächtnisforschung und Therapeutischer Prozess- und
Ergebnisforschung, von der klinischen Affektforschung und
der Bindungsforschung. Aus ihrer Sicht (Fonagy, 1999) wurde
z. B. gezeigt, dass die Weitergabe von krankmachenden Bindungs-
und Beziehungsmustern über Generationen hinweg unterbrochen
werden konnte.
Psychoanalyse befasst sich mit komplexen inneren Zuständen,
die sich aus den emotionalen Erfahrungen der Kindheit heraus
entwickelt haben. Hier stoßen wir beim gegenwärtigen
Stand an die Grenzen dessen, was messbar ist. Eine geringe
psychopathologische Belastung mit Wohlbefinden "Lebensqualität"
mit psychischer Gesundheit, Sinnhaftigkeit oder einem ethisch
wertvolleren Leben gleichzusetzen wäre reduktionistisch.
Die Entwicklung bedeutsamer Kriterien für die Bewertung
von Psychotherapien muss sich daher letztlich am Menschen
als Subjekt orientieren, an seiner Fähigkeit zu selbstverantwortlichem
Denken und seinen Möglichkeiten, sein Leben und seine
Beziehungen eigenständig zu gestalten.
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ZEPF, S., MARX, A., MENGELE, U. (2001) Die ambulante Versorgungssituation,
der Erwachsenen im Saarland. Psychotherapeut 46: 75-81
VDR-Statistik (1999) Verband Deutscher Rentenversicherungsträger,
Frankfurt a. M.
Anhang:
Kostenübernahme durch die Krankenkassen. Angaben für
die Schweiz (2004)
Beiträge der Krankenkassen werden grundsätzlich
nur bei Leiden mit Krankheitswert geleistet. Liegt ein solches
Leiden vor, richtet sich die Leistungspflicht der Krankenkasse
aus der Grundversicherung bei Psychotherapien nach der sog.
Krankenpflege Leistungsverordnung (KLV) vom 19. 9.1995. Diese
Verordnung gilt nun wenn die Behandlungen durch Psychiater
(mit ärztlicher Grundausbildung) durchgeführt werden
oder durch anerkannte nicht-ärztliche Psychotherapeuten
mit meist psychologischer Grundausbildung, welche im Delegationsverhältnis
mit einem Facharzt arbeiten. Die KLV begrenzt Beiträge
an Psychotherapie, was u.U. eine eigene Kostenbeteiligung
mit sich bringt, Unter Vorbehalt begründeter Ausnahmen
werden in den ersten drei Jahren höchstens übernommen:
zwei einstündige Sitzungen pro Woche, in den folgenden
drei Jahren eine einstündige Sitzung pro Woche, danach
eine einstündige Sitzung alle zwei Wochen. Wird die Behandlung
von einem nichtärztlichen Psychotherapeuten in selbständiger
Praxis durchgeführt, leisten die Krankenkassen aus allfälligen
Zusatzversicherungen sog. freiwillige Beiträge, die je
nach Kasse unterschiedlich festgelegt sind.
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